Ein Website-Text veraltet selten auf einen Schlag. Er veraltet Satz für Satz: „seit vielen Jahren“ wird irgendwann zur Untertreibung, „neu“ ist nach einer Weile nicht mehr neu, die Frühjahrsaktion steht im Herbst noch da, und die Telefonnummer im Leistungstext ist eine andere als im Kontaktbereich. Jede konkrete Aussage ist eine Stelle, die jemand aktuell halten muss. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie bestehende Texte nach solchen Aussagen durchsuchen, sie in eine Form bringen, die ohne Pflege wahr bleibt, oder sie streichen, und wie Sie dabei Werbesprache und Länge abbauen. Der Grund dafür sind Ihre Leserinnen und Leser und Ihr eigener Pflegeaufwand, nicht eine erhoffte Platzierung bei Google.
Das Wichtigste in Kürze
Warum jede Behauptung Pflege kostet
Leser nehmen von einer Seite weniger mit, als der Text anbietet.
Die Nielsen Norman Group hat 2008 Browserprotokolle ausgewertet und kam zu dem Ergebnis, dass Besucher auf einer durchschnittlichen Seite Zeit für höchstens 28 % der Wörter haben, 20 % sind wahrscheinlicher (Nielsen Norman Group 2008). Die Hälfte der Information wurde nur auf Seiten mit 111 Wörtern oder weniger gelesen, die durchschnittliche Seite im Datensatz hatte 593 Wörter (Nielsen Norman Group 2008). Für einen Betrieb heißt das: Ein großer Teil der Sätze wird nicht gelesen, muss aber trotzdem stimmen. Jeder Satz, der eine Zahl, ein Datum oder einen Namen enthält, ist eine Stelle, die bei der nächsten Änderung im Betrieb mitgeändert werden muss.
Diese Zahlen sind eine Richtung, kein Messwert für Ihre Seite. Die Auswertung von 2008 beruht auf den Browsern von 25 Personen, erhoben wurden die Daten im Jahr 2005 (Nielsen Norman Group 2008). Schon 1997 hatte dieselbe Forschungsgruppe beobachtet, dass 79 % der Testpersonen jede neue Seite überflogen und nur 16 % Wort für Wort lasen (Nielsen Norman Group 1997). Wie sich das heute auf dem Telefon verhält, sagen diese Studien nicht. Für die Durchsicht eigener Texte reicht die Richtung: Besucher suchen nach dem, was sie brauchen, und überspringen den Rest. Ein Text, der weniger behauptet, hat weniger Stellen, an denen er falsch werden kann.
Wie viel Kürze und Sachlichkeit ausmachen können, zeigt eine weitere Studie der Nielsen Norman Group aus dem Jahr 1997, in der 51 Testpersonen fünf Fassungen derselben Beispielseite bearbeiteten. Knapp geschrieben war die Seite um 58 % besser benutzbar, mit überfliegbarem Aufbau um 47 % und in sachlichem statt werblichem Stil um 27 %; alle drei Änderungen zusammen ergaben 124 % (Nielsen Norman Group 1997). Auch das ist eine Laborsituation mit einer einzigen Beispielseite und keine Zusage für Ihre Website. Die Richtung passt aber genau zu dem, was beim Entrümpeln geschieht: Wer Aussagen mit Verfallsdatum streicht, kürzt, und wer Werbesprache durch prüfbare Angaben ersetzt, schreibt sachlicher.
Kein Hebel für die Platzierung
Schritt 1: Die Live-Seite durchsuchen
Gesucht wird auf der veröffentlichten Seite, nicht im Entwurf und nicht in einer Textdatei.
Nur dort sehen Sie, was Besucher tatsächlich lesen, einschließlich Fußzeile, Infokästen und Bildunterschriften, die man beim Bearbeiten leicht übersieht. Öffnen Sie die Seite im Browser und nutzen Sie dessen Suche mit Strg+F, auf dem Mac mit Cmd+F. Der Browser markiert jeden Treffer und zeigt an, wie viele es sind. Gehen Sie die folgenden Suchbegriffe der Reihe nach durch und notieren Sie jeden Satz, der mit der Zeit falsch werden kann.
- „seit“ findet relative Zeitangaben wie „seit vielen Jahren“ oder „seit letztem Sommer“.
- „neu“ und „bald“ finden Ankündigungen, die längst eingetreten oder nie gekommen sind; „demnächst“ und „ab sofort“ gleich mit.
- „aktuell“ und „derzeit“ finden Sätze, die nur zu einem bestimmten Zeitpunkt gestimmt haben.
- „dieses Jahr“, „nächstes Jahr“ und die Jahreszahlen der vergangenen Jahre finden Termine, Rückblicke und Jubiläen.
- „€“ und „Euro“ finden Preise, die außerhalb der Preisseite stehen.
- Die Namen von Mitarbeitenden und Ihre Telefonnummer finden verstreute Ansprechpartner und Kontaktdaten.
Für jeden Fund genügt eine Zeile in einer Liste: auf welcher Seite, welcher Satz, welcher Typ und welche Ersatzform. Eine Spalte für die Person, die den Sachverhalt bestätigen kann, spart später Rückfragen, denn wie lange jemand im Betrieb ist oder ob eine Mitgliedschaft noch läuft, weiß oft nur eine Person. Die Liste ist zugleich Ihr Arbeitsplan für die nächsten Wochen. Ein Eintrag kann so aussehen:
Seite: Über uns
Fundstelle: „Seit über 20 Jahren Ihr Partner in der Region“
Typ: relative Zeitangabe
Ersatz: „Gegründet 2004, seitdem in der Region tätig“
Bestätigt: Inhaberin
Seite: Leistungen
Fundstelle: „Neu: Wartungsverträge für Heizungen“
Typ: neu und demnächst
Ersatz: „Neu“ streichen, Leistung wie jede andere beschreiben
Bestätigt: BetriebsleitungSechs Typen von Aussagen mit Verfallsdatum
Die Funde lassen sich fast immer einem von sechs Typen zuordnen. Für jeden Typ gibt es eine Ersatzform, die ohne Pflege wahr bleibt, oder die Entscheidung, die Aussage zu streichen. Die Tabelle gibt den Überblick, die Abschnitte danach die Einzelheiten.
Tabelle waagerecht wischen
| Typ | Typische Formulierung | Warum sie veraltet | Stabile Ersatzform |
|---|---|---|---|
| Relative Zeitangabe | „seit über 20 Jahren“, „seit letztem Jahr“ | Die Angabe stimmt nur in dem Jahr, in dem der Satz geschrieben wurde | Gründungsjahr oder Datum nennen: „gegründet 2004“ |
| Neu und demnächst | „Neu: Online-Termine“, „bald auch samstags“ | Neues bleibt auf der Seite neu, Angekündigtes kommt oder kommt nicht | Mit Monat und Jahr datieren oder streichen |
| Zählbares | Mitarbeitende, Kunden, Projekte, Bewertungen | Jede Zahl ändert sich, meist ohne dass jemand den Text anpasst | Mit „Stand: Monat Jahr“ versehen oder weglassen |
| Stammdaten im Fließtext | Preise, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Ansprechpartner | Dieselbe Angabe steht an mehreren Stellen und wird nur an einer geändert | An genau einer Stelle führen, im Text darauf verweisen |
| Aktionen und Termine | „Frühjahrsaktion“, „nur bis Monatsende“ | Die Aktion endet, der Dauertext bleibt | Auf eine eigene, datierte Seite auslagern und danach entfernen |
| Nachweise mit Ablauf | Zertifikate, Mitgliedschaften, Förderungen | Gültigkeit, Mitgliedschaft oder Förderzeitraum enden | Mit Gültigkeit oder Zeitraum nennen oder entfernen |
Relative Zeitangaben und „neu“
Eine relative Zeitangabe rechnet von dem Tag aus, an dem jemand den Satz geschrieben hat.
„Seit über 20 Jahren“ ist im Jahr der Veröffentlichung richtig, einige Jahre später untertreibt der Satz, und wer „seit letztem Jahr“ liest, kann nicht wissen, welches Jahr gemeint ist. Die stabile Form ist das absolute Datum: das Gründungsjahr, das Jahr der Meisterprüfung, der Monat, in dem ein Angebot eingeführt wurde. Ein Satz wie „gegründet 2004“ ist in jedem Jahr richtig, und der Leser rechnet die Dauer selbst aus. Dasselbe gilt für „vor Kurzem“, „jüngst“ und „inzwischen“: Diese Wörter tragen keine Information, die ein Datum nicht besser trägt.
„Neu“ ist das Wort mit der kürzesten Haltbarkeit auf einer Website. Eine Leistung, die vor Jahren eingeführt wurde, steht oft noch mit „Neu:“ davor, weil niemand daran gedacht hat, das Wort zu entfernen. Für Besucher wirkt das wie ein Hinweis darauf, dass die Seite lange niemand angesehen hat. Datieren Sie Neuigkeiten („seit März 2026 online buchbar“) oder streichen Sie das Wort und beschreiben Sie die Leistung wie jede andere. „Demnächst“ und „bald“ gehören nur auf die Seite, wenn ein Termin feststeht. Sonst ist eine Ankündigung ein Versprechen ohne Datum, das beim nächsten Besuch als gebrochen gelesen werden kann.
Zählbares und verstreute Stammdaten
Zahlen über den eigenen Betrieb überzeugen, solange sie stimmen: Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden, abgeschlossene Projekte, Bewertungen, Fahrzeuge.
Jede dieser Zahlen ändert sich, und sie steht meist an mehreren Stellen, auf der Startseite, im Text über den Betrieb und in einer Bildunterschrift. Die stabile Form ist entweder die Zahl mit Stand („14 Mitarbeitende, Stand Oktober 2026“) oder eine Beschreibung, die ohne Zahl auskommt („eigenes Team für Planung und Montage“). Aussagen wie „zahlreiche zufriedene Kunden“ helfen in keiner der beiden Formen, sie gehören in den zweiten Durchgang. Wie eine Seite über den Betrieb ohne solche Aussagen Vertrauen aufbaut, zeigt der Beitrag Über-uns-Seite: Vertrauen statt Floskeln.
Stammdaten sind Angaben, die es im Betrieb genau einmal gibt: Preise, Öffnungszeiten, die Telefonnummer, der Name der Ansprechpartnerin. Stehen sie zusätzlich im Fließtext einer Leistungsseite, gibt es sie auf der Website mehrfach, und bei der nächsten Änderung wird eine Stelle vergessen. Die stabile Form ist eine Quelle pro Angabe: Öffnungszeiten und Telefonnummer im Kontaktbereich und in der Fußzeile, die auf jeder Seite dieselbe ist, Preise auf der Preisseite, Ansprechpartner auf der Teamseite. Im Text steht dann ein Verweis wie „Unsere Zeiten finden Sie auf der Kontaktseite“. Warum gerade die Erreichbarkeit so oft auseinanderläuft, beschreibt der Beitrag zu Öffnungszeiten und Erreichbarkeit auf der Website, und wie Preise übersichtlich an einer Stelle stehen, der Beitrag Preise auf der Website zeigen.
Aktionen und Nachweise mit Ablauf
Aktionen, Rabatte und Termine haben ein Ende, der Text, in den sie geschrieben wurden, meist nicht.
Eine Frühjahrsaktion im Leistungstext, ein „nur bis Monatsende“ auf der Startseite oder ein Hinweis auf die Messe vom letzten Herbst bleiben stehen, bis jemand zufällig darüber stolpert. Die stabile Form ist die Trennung: Dauertexte beschreiben, was immer gilt, Aktionen bekommen eine eigene Seite oder einen Beitrag mit Datum, der nach dem Ende entfernt oder als abgelaufen gekennzeichnet wird. Eine abgelaufene Aktion, die noch als laufend dasteht, ist mehr als ein Schönheitsfehler; was bei Preisangaben und Werbeaussagen rechtlich zu beachten ist, fasst der Beitrag Preisangaben und Werbeaussagen auf der Website zusammen. Wer Gutscheine verkauft, findet die Fragen zu Fristen und Einlösung im Beitrag Gutscheine über die Website verkaufen.
Nachweise wirken, weil jemand sie geprüft hat, und genau deshalb laufen sie ab: Zertifikate haben eine Gültigkeit, Mitgliedschaften in Verbänden und Innungen enden, Förderprogramme haben einen Zeitraum, Auszeichnungen gelten für ein bestimmtes Jahr. Ein abgelaufener Nachweis sagt Besuchern, dass die Seite nicht gepflegt wird, also das Gegenteil dessen, was er zeigen sollte. Nennen Sie deshalb die Gültigkeit oder das Jahr mit („Mitglied der Innung seit 2011“, „ausgezeichnet 2024“) und sehen Sie diese Angaben bei jeder Durchsicht an. Welche Nachweise Besucher überhaupt überzeugen, beschreibt der Beitrag Vertrauen auf der Website: Siegel, Meisterbrief und Garantie. Auch die Technik hat Nachweise mit Ablauf: Wie sich die Laufzeit von Sicherheitszertifikaten verkürzt, zeigt der Beitrag Zertifikat-Laufzeit und die HTTPS-Warnung in Chrome.
Die Prüffrage für jeden Satz
Datieren
Relative Zeitangaben und „neu“ werden zu einem Jahr oder Monat. Ein Datum bleibt richtig, auch wenn niemand den Text anfasst.
An einer Stelle führen
Preise, Zeiten, Telefonnummer und Namen stehen einmal. Alle anderen Seiten verweisen darauf, statt die Angabe zu wiederholen.
Streichen
Was sich weder datieren noch zentral führen lässt und dem Leser nichts nützt, wird gelöscht. Das ist die Form mit dem geringsten Pflegeaufwand.
Schritt 2: Werbesprache im zweiten Durchgang
Superlative und Leerformeln veralten nicht. „Höchste Qualität“, „kompetente Beratung“ und „individuelle Lösungen“ sind in zehn Jahren genauso richtig oder falsch wie heute.
Sie sagen aber nichts, was der Leser prüfen könnte, und sie kosten Lesezeit auf einer Seite, von der ohnehin nur ein Bruchteil gelesen wird. In der eingangs genannten Studie von 1997 war die Beispielseite in sachlichem statt werblichem Stil um 27 % besser benutzbar (Nielsen Norman Group 1997). Nehmen Sie sich deshalb nach dem Suchlauf dieselbe Seite ein zweites Mal vor und ersetzen Sie jede Werbeformel durch eine prüfbare Angabe oder streichen Sie sie. Eine fertige Liste solcher Floskeln mit Ersatzvorschlägen steht im Beitrag Website-Texte schreiben, die Kunden verstehen; hier wird sie nicht wiederholt.
Beim Ersetzen lauert eine Falle: Eine prüfbare Angabe ist wieder eine Aussage, die veralten kann. Aus „langjährige Erfahrung“ wird schnell „über 25 Jahre Erfahrung“, und das Problem aus dem ersten Durchgang ist zurück. Wählen Sie deshalb Angaben, die stabil sind: das Gründungsjahr statt der Dauer, die Qualifikation statt der Zahl der Aufträge, das Einzugsgebiet statt der Zahl der Kunden, den Ablauf eines Auftrags statt eines Versprechens über seine Qualität. Solche Angaben unterscheiden Ihren Betrieb von anderen und bleiben richtig, bis sich am Betrieb selbst etwas ändert.
Schritt 3: Kürzen und gliedern
Nach zwei Durchgängen ist der Text meist schon kürzer.
Der dritte Durchgang ordnet, was übrig ist, damit Besucher beim Überfliegen finden, was sie suchen: ein Gedanke je Absatz, Zwischenüberschriften, die eine Aussage machen, statt ein Thema anzukündigen, und Listen überall dort, wo im Satz aufgezählt wird. Die eingangs genannte Grenze von 111 Wörtern ist kein Richtwert für Ihre Seite, zeigt aber, wie schnell der gelesene Anteil bei längeren Seiten sinkt (Nielsen Norman Group 2008). Einen vollständigen Bauplan für eine neue Leistungsseite und eine Messung der Verständlichkeit finden Sie im Beitrag über verständliche Website-Texte; hier geht es um den Text, der schon online steht.
- Einleitungen streichen, die nur ankündigen, worum es gleich geht.
- Doppelte Aussagen zusammenführen: Was auf der Startseite und auf der Leistungsseite gleich steht, bekommt einen festen Ort.
- Aufzählungen im Fließtext in eine Liste umwandeln.
- Absätze mit zwei Gedanken teilen, Absätze ohne eigenen Gedanken löschen.
- Zwischenüberschriften so formulieren, dass sie allein gelesen etwas sagen.
- Sätze prüfen, die mit „wir“ beginnen: Oft steht die Information für den Kunden erst am Ende.
Schritt 4: Eine Seite pro Woche
Eine ganze Website auf einmal zu entrümpeln, scheitert oft am Alltag. Besser trägt ein kleiner fester Termin: eine Seite pro Woche, angefangen mit der meistbesuchten.
Welche das ist, zeigt Ihre Besucherstatistik; oft sind es Startseite, Leistungsseiten und Kontakt. So erreichen die ersten Verbesserungen die meisten Besucher, und nach einigen Wochen ist der Teil der Website durchgesehen, den die meisten Besucher sehen. Wie sich die Durchsicht in einen Pflegeplan für Öffnungszeiten, Preise, Formular und Rechtstexte einfügt, beschreibt der Beitrag Website-Pflege: eine Routine für Betriebe.
- Die Seite live öffnen und den Suchlauf aus Schritt 1 machen.
- Die Funde in die Liste eintragen, mit Typ und Ersatzform.
- Stammdaten auf der Seite mit der zentralen Stelle abgleichen und durch Verweise ersetzen.
- Ersatzformen einsetzen oder streichen und Sachverhalte von der zuständigen Person bestätigen lassen.
- Zweiter Durchgang: Werbesprache ersetzen oder streichen.
- Dritter Durchgang: kürzen und gliedern.
- Die überarbeitete Seite von jemandem lesen lassen, der sie nicht geschrieben hat; wie ein kleiner Test mit Außenstehenden abläuft, steht im Beitrag Inhalte nachschärfen mit einem Praxistest.
- Veröffentlichen und das Datum der Durchsicht in der Liste vermerken.
Das Datum auf der Seite
Im XICflow-Editor: Textbefehle mit Sicherung
Wer seine Website mit XICflow betreibt, erledigt die drei Durchgänge direkt im Editor. Setzen Sie vor der Runde einen Sicherungspunkt: Im „Versionsverlauf“ in der Kopfzeile tragen Sie eine Bezeichnung ein und klicken auf „Checkpoint“.
Laut Dokumentation gilt außerdem: „Beim Veröffentlichen und bei KI-Änderungen entstehen automatisch Snapshots.“ Für kleine Schritte gibt es „Rückgängig“; der Editor merkt sich bis zu 50 Schritte der laufenden Sitzung, allerdings nur für die geöffnete Seite und nur, solange der Tab offen ist (XICflow-Dokumentation). Die Einzelheiten stehen im Kapitel Editor und Seiten.
Für den Text selbst gibt es im Reiter „Eigenschaften“ unter jedem Textfeld eine Leiste mit sieben KI-Befehlen: „Kürzer“, „Länger“, „Umformulieren“, „Professioneller“, „Einfacher“, „Stichpunkte“ und „Korrigieren“ (XICflow-Dokumentation). „Kürzer“ beschreibt die Dokumentation so: „Fasst den Text prägnanter und deutlich kürzer, ohne Kernaussagen zu verlieren.“ „Professioneller“ macht den Text sachlicher und nüchterner, ohne werbliche Übertreibung, und passt damit zum zweiten Durchgang; „Stichpunkte“ macht aus einer Aufzählung im Satz eine knappe Liste. Jeder Befehl arbeitet nur an einem Feld und verarbeitet bis zu 6000 Zeichen (XICflow-Dokumentation). In den Einträgen einer Liste, etwa den Karten eines Rasters, gibt es die Leiste nicht; dort ändern Sie den Text von Hand oder über den Chat. Alle Befehle beschreibt das Kapitel Mit der KI arbeiten.
Den Ton legt die Markenstimme fest. Sie bestimmt laut Dokumentation den Ton, in dem die KI Texte für die Website schreibt und überarbeitet. Stellen Sie sie vor der Runde im Bereich „Marke & Design“ unter „Markenstimme“ auf „Professionell“, im Editor beschrieben als „Sachlich, kompetent, vertrauenswürdig“. Die Markenstimme wirkt nur auf Texte, die die KI danach erzeugt oder überarbeitet; bestehende Texte ändern sich dadurch nicht von selbst. Wie Sie die Markenstimme einstellen, zeigt das Kapitel Marke und Design.
Für Stammdaten, die auf mehreren Seiten erscheinen, gibt es den Bereich „Inhalte“. Dort führen Sie gleichartige Einträge wie Teamprofile, Referenzen oder eine Speisekarte als Collection, und der Baustein „CMS-Liste“ bringt sie auf jede Seite, auf der Sie ihn einfügen. Ändert sich ein Eintrag, ändern Sie ihn einmal; auf der Live-Website erscheint er, sobald Sie die Website das nächste Mal veröffentlichen. Das ist genau die Form „an einer Stelle führen“ aus der Tabelle oben. Den Aufbau beschreibt das Kapitel Inhalte, Mediathek und Blog.
Das Ergebnis immer gegenlesen
XICflow erstellt Websites aus Bausteinen, die Sie danach im Editor selbst bearbeiten und veröffentlichen. Wie der Weg von der ersten Beschreibung bis zur veröffentlichten Website aussieht, zeigt die Seite So funktioniert XICflow. Für das Entrümpeln heißt das: Texte, Stammdaten und Sicherungspunkte liegen an einem Ort, und jede Änderung ist mit dem nächsten Veröffentlichen live.
Was nach der Durchsicht bleibt
Am Ende steht ein Text, der weniger behauptet und dafür länger stimmt.
Das Gründungsjahr ersetzt die Dauer, das Datum ersetzt „neu“, Preise und Zeiten stehen an genau einer Stelle, Aktionen haben eine eigene Seite und Nachweise ihre Gültigkeit. Die Werbesprache ist durch Angaben ersetzt, die nur auf Ihren Betrieb zutreffen, und die Absätze sind so gegliedert, dass Besucher beim Überfliegen finden, was sie suchen. Der nächste Anlass zur Pflege ist dann eine echte Änderung im Betrieb und nicht das bloße Verstreichen der Zeit.