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Analyse

Suchanfragen auswerten: Daten statt Bauchgefühl

Einblendungen, Klicks, Klickrate, Position: Was die vier Kennzahlen bedeuten, welche Muster den größten Hebel zeigen und wie daraus eine Quartalsroutine wird.

13 Min. Lesezeit SuchanfragenKlickrateAuswertungKennzahlen

Zum Quartalsende steht in vielen Betrieben dieselbe Frage im Raum: Bringt die Website eigentlich etwas? Beantwortet wird sie meist aus dem Bauch heraus. Der Inhaber hat den eigenen Betrieb gesucht und war zufrieden, die Kollegin aus dem Büro hat ihn gesucht und war es nicht. Dabei liegt die Antwort längst vor: Für jede Seite, die in einer Suchmaschine erscheint, entstehen vier schlichte Zahlen. Sie sagen, wie oft die Seite in der Ergebnisliste stand, wie oft jemand darauf geklickt hat, in welchem Verhältnis beides steht und an welcher Stelle die Seite dabei zu finden war. Dieser Beitrag erklärt diese vier Kennzahlen in verständlicher Sprache, zeigt die drei Muster, die in der Praxis den größten Unterschied machen, und macht daraus eine kurze Aufgabenliste je Quartal statt einer Dauerbeobachtung, die im Tagesgeschäft ohnehin niemand durchhält.

Suchanfragen auswerten: vier Kennzahlen lesenDaten statt BauchgefühlVier Kennzahlen im LeistungsberichtEinblendungen12.480Klicks268Klickrate2,1 %Position im Schnitt8,4Beispielwerte eines QuartalsMuster erkennen: Position und Klickrateoben = vordere PositionSnippet prüfenviele Einblendungen,wenige Klicksläuft rundPosition und Klickspassen zusammengrößter HebelSeite 1 unten undSeite 2Nische prüfenwenig Einblendungen,hohe Klickraterechts = höhere KlickratePlätze 4 bis 10Titel und Text schärfenPlätze 11 bis 20Inhalt ergänzenPlätze 1 bis 3beobachten statt ändernMarkensuchen getrennt zählenMarke und Bedarf trennenMarkensuchenName des Betriebs18,6 %BedarfssuchenLeistung und Ort1,4 %Beispiel: beide Gruppen getrennt gezähltEinblendungen nach Position12.480EinblendungenPlätze 1 bis 318 %Plätze 4 bis 1034 %Seite 229 %dahinter19 %Beispiel: der Hebel liegt in der MitteVier Schritte je Quartal1 Markensuchen ausfiltern2 Plätze 4 bis 20 markieren3 Titel und Inhalt ändern4 Im Quartal darauf nachsehenvier Termine im Jahr, kein Dauerblick

Vier Kennzahlen, mehr braucht es am Anfang nicht

Wer wissen will, welche Begriffe der eigenen Website Einblendungen bringen und welche davon zu Klicks führen, braucht dafür kein Werkzeug mit Dutzenden Reglern. Die Rohdaten kommen von der Suchmaschine selbst. Der Leistungsbericht gruppiert sie nach Dimensionen, unter anderem nach Suchanfragen, Seiten, Ländern, Geräten und der Darstellung in der Suche (Google Search Console Hilfe). Am ergiebigsten ist die Dimension der Suchanfragen, weil sie zeigt, mit welchen Worten Menschen tatsächlich gesucht haben, bevor sie auf der Website gelandet sind. Das ist ein Unterschied ums Ganze gegenüber der Frage, mit welchen Worten der Betrieb selbst über seine Leistung spricht. Wie sich diese Lücke systematisch schließen lässt, beschreibt der Beitrag über Suchbegriffe, die Kundschaft wirklich eingibt.

Einblendungen

„Wie oft ein Nutzer einen Link zu Ihrer Website auf Google gesehen hat“ (Google Search Console Hilfe). Anders gesagt: Die Seite stand in der Ergebnisliste. Ob jemand bewusst hingeschaut hat, sagt die Zahl nicht.

Klicks

„Wie oft ein Nutzer auf einen Link von Google zu Ihrer Website geklickt hat“ (Google Search Console Hilfe). Das ist der Moment, in dem aus einem Treffer ein Besuch wird — und die einzige Zahl, die etwas kostet, wenn sie ausbleibt.

Klickrate

„Anzahl der Klicks geteilt durch die Anzahl der Impressionen“ (Google Search Console Hilfe). Sie misst, wie überzeugend der Eintrag in der Liste war, nicht wie gut die Seite dahinter ist.

Durchschnittliche Position

„Ein relatives Ranking der Position Ihres Links auf Google, wobei 1 für die oberste Position steht“ (Google Search Console Hilfe). Gezählt wird dabei das höchste Ergebnis der eigenen Website.

Einzeln betrachtet ist jede dieser Zahlen harmlos. Erst im Zusammenspiel entsteht eine Aussage. Ein Quartalsbeispiel aus der Praxis: 12.480 Einblendungen, 268 Klicks, eine Klickrate von 2,1 Prozent und eine durchschnittliche Position von 8,4 (Projekterfahrung). Diese Kombination beschreibt einen Betrieb, der durchaus gefunden wird, dessen Einträge in der Ergebnisliste aber selten den Ausschlag geben und der sich dabei überwiegend im hinteren Teil der ersten Ergebnisseite bewegt. Das ist eine völlig andere Ausgangslage als 800 Einblendungen mit 90 Klicks — dort ist die Darstellung überzeugend, aber es sehen zu wenige Menschen den Eintrag überhaupt.

Wichtig ist die Reihenfolge der Fragen. Solange gar keine nennenswerten Einblendungen entstehen, ist das kein Auswertungsthema, sondern ein Sichtbarkeitsthema: Dann fehlt es an indexierten Seiten, an passenden Inhalten oder an technischen Grundlagen. Die häufigsten Ursachen und ihre Prüfschritte sind im Beitrag Website wird nicht gefunden: die häufigsten Ursachen zusammengestellt. Erst wenn Einblendungen vorhanden sind, lohnt sich die Feinarbeit an Klickrate und Position.

Was die durchschnittliche Position wirklich aussagt

Die durchschnittliche Position ist die Kennzahl, die am häufigsten missverstanden wird. Sie ist kein fester Platz in einer Rangliste, sondern ein Mittelwert über viele einzelne Suchvorgänge, die sich nach Ort, Gerät, Uhrzeit und Suchverlauf unterscheiden. Eine Position von 8,4 bedeutet daher nicht, dass die Seite bei jeder Suche auf Platz acht steht. Sie kann bei manchen Anfragen auf Platz drei erscheinen und bei anderen auf Platz achtzehn — der Durchschnitt liegt dann irgendwo dazwischen und verdeckt beide Extreme.

Die durchschnittliche Position des höchsten Ergebnisses Ihrer Website.

Google Search Console Hilfe, Leistungsbericht

Auch die Zählweise verdient einen Blick. Erscheinen zwei Ergebnisse derselben Website zu einer Suchanfrage, wird das im Diagramm als eine Impression gezählt (Google Search Console Hilfe). Für die Position zählt dabei das oberste Ergebnis. Wer also mit zwei Seiten zum selben Thema antritt, sieht das in der Kennzahl nicht unmittelbar — wohl aber daran, dass die eine Seite Klicks sammelt und die andere leer ausgeht. Genau das ist ein guter Anlass, zwei konkurrierende Seiten zu einer starken zusammenzuführen.

Erst vergleichen, dann handeln

Die Daten der jüngsten Stunden sind vorläufig und können sich noch ändern (Google Search Console Hilfe). Wer täglich hineinschaut, sieht deshalb vor allem Rauschen. Belastbar wird die Aussage im Vergleich zweier abgeschlossener Zeiträume, etwa dem letzten Quartal gegenüber dem Vorquartal oder dem gleichen Quartal des Vorjahres, wenn das Geschäft saisonal schwankt.

Ein zweiter Aspekt betrifft das Gerät. Rund 82 Prozent (Statista) der Menschen ab 16 Jahren in Deutschland nutzen ein Smartphone, und 93 Prozent (Statistisches Bundesamt) der Menschen ab zehn Jahren sind überhaupt online. Auf dem kleinen Bildschirm rutscht ein Ergebnis auf Position vier optisch deutlich weiter nach unten als am Schreibtisch. Deshalb lohnt es sich, die Auswertung einmal nach Gerät zu trennen, besonders bei ortsbezogenen Anfragen, wie sie im Beitrag über lokale Sichtbarkeit für Handwerk und Gastronomie beschrieben sind.

Muster 1: viele Einblendungen, kaum Klicks

Das erste Muster ist zugleich das dankbarste, weil es sich ohne neue Inhalte beheben lässt. Es liegt vor, wenn eine Seite viele Einblendungen sammelt, die Klickrate aber deutlich unter dem liegt, was auf dieser Position üblich wäre. Übersetzt heißt das: Die Suchmaschine hält die Seite für passend genug, um sie zu zeigen, aber die Menschen in der Ergebnisliste tun es nicht. Zwischen beiden steht ein einziger Text von etwa drei Zeilen.

Sichtbar heißt noch nicht überzeugend

Wenn eine Seite gesehen, aber nicht geklickt wird, liegt das Problem meist nicht auf der Seite, sondern davor: im Titellink, in der Adresszeile und in der kurzen Beschreibung darunter. Das ist die einzige Stelle, an der ein Betrieb im Wettbewerb um Aufmerksamkeit mit reinem Text antritt.

Suchmaschinen empfehlen dafür beschreibenden, prägnanten Text statt vager Bezeichnungen (Google Search Central). In der Praxis reicht meist eine Handvoll Korrekturen: Die Leistung nach vorn, den Ort dorthin, wo er wirklich zutrifft, den Betriebsnamen ans Ende. Welche Muster sich je Seitentyp bewährt haben und warum Suchmaschinen Titel gelegentlich umschreiben, ist im Beitrag über Titel und Beschreibung im Suchergebnis im Detail beschrieben.

  • Der Titel benennt die Leistung in der Sprache der Kundschaft und nicht in der internen Bezeichnung des Betriebs.
  • Der Ort steht genau einmal im Titel und nur dort, wo die Seite ihn tatsächlich abdeckt.
  • Die Beschreibung nennt einen Anlass und eine Bedingung, etwa Aufmaß vor Ort, Termin innerhalb weniger Tage oder Preis nach Aufwand.
  • Kein Satz aus der Beschreibung taucht wortgleich auf einer anderen Seite auf.
  • Titel und Beschreibung passen zu dem, was die Seite tatsächlich zeigt — sonst steigt die Klickrate und der Besuch endet nach acht Sekunden.
  • Nach der Änderung werden Einblendungen, Klicks und Klickrate notiert, damit der nächste Vergleich eine Grundlage hat (Google Search Console Hilfe).

Muster 2: der hintere Teil von Seite eins und die zweite Seite

Das zweite Muster zeigt, wo Arbeit am meisten bewirkt. Seiten auf den vorderen Plätzen sind in der Regel bereits ausgereizt; jede weitere Verbesserung dort kostet viel und bringt wenig. Seiten weit hinten wiederum sind so weit entfernt, dass eine Textkorrektur den Abstand nicht schließt. Der Bereich dazwischen — der untere Teil der ersten Ergebnisseite und die zweite Seite — ist der Ort, an dem kleine Verbesserungen sichtbar werden, weil hier schon Einblendungen anfallen und die Konkurrenz bereits erreichbar nah ist.

PositionsbereichWas die Zahlen typischerweise zeigenSinnvolle Aufgabe
Plätze 1 bis 3Hohe Klickrate, stabile Einblendungen. Die Seite trägt bereits.Beobachten und den Inhalt aktuell halten, nicht ohne Anlass umbauen.
Plätze 4 bis 10Viele Einblendungen bei auffällig niedriger Klickrate.Titel und Beschreibung schärfen, Einstieg der Seite auf die konkrete Frage ausrichten.
Plätze 11 bis 20Einblendungen vorhanden, Klicks kaum messbar.Inhalt substanziell ergänzen: Ablauf, Bedingungen, Bilder, Fragen aus dem Kundengespräch.
DahinterWenige Einblendungen, keine belastbaren Klickzahlen.Prüfen, ob die Seite überhaupt gebraucht wird, oder mit einer stärkeren Seite zusammenlegen.
Ohne EinblendungenDer Begriff taucht im Bericht gar nicht auf.Erst die Grundlagen klären: Ist eine passende Seite vorhanden, ist sie indexiert, ist sie intern verlinkt?

Der Wettbewerb um diese Plätze ist dicht: Rund 89 Prozent (Statistisches Bundesamt) der Unternehmen mit Internetzugang betreiben eine eigene Website, und 99,3 Prozent (Statistisches Bundesamt) aller Unternehmen in Deutschland sind kleine und mittlere Betriebe, die um dieselben regionalen Anfragen konkurrieren. Umso mehr zählt, dass eine Seite die Frage, mit der jemand kommt, tatsächlich beantwortet. Formulierungen, die das leisten, sind im Beitrag über verständliche Website-Texte beschrieben; welche Seiten es dafür überhaupt braucht, klärt der Beitrag zur Seitenstruktur einer Unternehmenswebsite.

Muster 3: Markensuchen und Bedarfssuchen sind zwei Welten

Das dritte Muster ist kein Fehler in den Daten, sondern ein Auswertungsfehler. Wer Markensuchen und Bedarfssuchen in einem Topf betrachtet, bekommt einen Durchschnitt, der nichts mehr aussagt. Markensuchen sind Anfragen, die den Betriebsnamen enthalten. Dort ist die Website in aller Regel das erwartete Ziel, die Position liegt vorn und die Klickrate hoch. Bedarfssuchen sind Anfragen nach einer Leistung, oft in Verbindung mit einem Ort. Dort entscheidet sich Neugeschäft — und dort sind Position und Klickrate naturgemäß schwächer.

Markensuchen

Enthalten den Namen des Betriebs oder eine erkennbare Abwandlung davon. Sie zeigen, wie viel Bekanntheit aus Empfehlungen, Fahrzeugbeschriftung, Anzeigen oder Ortsgesprächen zurückkommt. Steigt diese Gruppe, wirkt die Arbeit außerhalb der Website. Sie eignet sich schlecht, um Textarbeit zu bewerten, weil die Klickrate hier ohnehin hoch liegt.

Bedarfssuchen

Beschreiben ein Anliegen: eine Leistung, ein Problem, eine Frage, häufig zusammen mit einem Ort. Diese Gruppe ist der eigentliche Messbereich für Titel, Beschreibung und Inhalt. Hier lohnt der Blick auf Position und Klickrate, hier entstehen neue Anfragen, und hier zeigt sich, ob die Website die Sprache der Kundschaft trifft.

Der Unterschied ist erheblich. In der oben genannten Auswertung lag die Klickrate der Markensuchen bei 18,6 Prozent (Projekterfahrung) und die der Bedarfssuchen bei 1,4 Prozent (Projekterfahrung). Gemeinsam betrachtet ergeben beide Gruppen die unauffälligen 2,1 Prozent aus der Übersicht — eine Zahl, die weder das eine noch das andere beschreibt. Praktisch genügt es, im Bericht einen Filter auf Suchanfragen zu setzen, die den Betriebsnamen enthalten, und beide Ansichten getrennt zu notieren. Welche Begriffe überhaupt in die Gruppe der Bedarfssuchen gehören, lässt sich mit den Methoden aus dem Beitrag über Suchbegriffe für kleine Betriebe sauber abgrenzen.

Die Aufgabenliste je Quartal

Aus den drei Mustern wird eine Routine, die vier Termine im Jahr braucht und je Termin etwa eine Stunde. Mehr ist in kleinen Betrieben weder nötig noch durchzuhalten. Der Sinn der Begrenzung liegt nicht in der Bequemlichkeit: Änderungen brauchen Zeit, bis sie erneut abgerufen, verarbeitet und in den Zahlen sichtbar werden. Wer wöchentlich nachjustiert, misst am Ende die eigene Unruhe.

  1. Zeitraum wählen: das abgeschlossene Quartal gegenüber dem Vorquartal, bei saisonalem Geschäft zusätzlich gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres.
  2. Markensuchen ausfiltern und die Bedarfssuchen als eigene Liste betrachten (Google Search Console Hilfe).
  3. Die zehn Suchanfragen mit den meisten Einblendungen markieren und daneben Klicks, Klickrate und Position notieren.
  4. Alle Zeilen kennzeichnen, deren Position zwischen 4 und 20 liegt — das ist die Arbeitsliste für dieses Quartal.
  5. Je Zeile entscheiden: Titel und Beschreibung schärfen, Inhalt ergänzen oder zwei konkurrierende Seiten zusammenlegen.
  6. Höchstens fünf bis zehn Seiten je Durchgang ändern, damit die Wirkung im nächsten Vergleich zuzuordnen bleibt.
  7. Datum und Änderung in einer kurzen Notiz festhalten und die Liste beim nächsten Termin wieder hervorholen.

Nicht alles gleichzeitig ändern

Wer im selben Quartal Titel, Seitenstruktur, Navigation und Inhalte umstellt, wird hinterher nicht sagen können, was gewirkt hat. Ebenso wenig lässt sich aus einer einzelnen Woche ableiten, ob eine Änderung greift. Positionen schwanken, und ein Feiertag oder eine Werbekampagne im Ort verschiebt die Zahlen mehr als jede Textkorrektur.

Diese Routine hat einen angenehmen Nebeneffekt: Sie liefert im Jahresverlauf eine Liste von Themen, die Kundschaft tatsächlich beschäftigt. Aus Suchanfragen ohne passende Seite entstehen die nächsten Inhalte, ohne dass jemand ein Redaktionsthema erfinden muss. Wie aus dieser Liste in wenigen Schritten fertige Seiten werden, zeigt die Übersicht zum Ablauf von der Idee zur fertigen Website.

Suchdaten und Website-Auswertung ergänzen sich

Suchdaten enden mit dem Klick. Sie sagen, wie jemand gesucht hat und dass er gekommen ist, aber nichts darüber, was danach passiert ist. Die Auswertung der eigenen Website beginnt genau dort: Welche Seiten wurden aufgerufen, wie lange, in welcher Reihenfolge, und an welcher Stelle wurde das Kontaktformular abgeschickt. Beide Quellen zusammen ergeben eine durchgehende Linie von der Suchanfrage bis zur Anfrage im Postfach.

FrageAntwort aus den SuchdatenAntwort aus der Website-Auswertung
Welche Begriffe bringen Einblendungen?Vollständige Liste der Suchanfragen je Seite (Google Search Console Hilfe).Nicht enthalten — die Auswertung setzt erst nach dem Klick ein.
Warum wird ein Eintrag nicht geklickt?Klickrate im Verhältnis zur Position zeigt das Muster.Nicht enthalten — der Nichtklick hinterlässt keinen Besuch.
Was passiert nach dem Klick?nicht enthalten Aufgerufene Seiten, Verweildauer, Absprünge, Weg bis zum Formular.
Welche Seite bringt Anfragen?Nur mittelbar über Klicks je Seite.Direkt: der Weg vom Einstieg bis zum abgeschickten Formular.
Welcher Zeitraum ist belastbar?Vergleich abgeschlossener Quartale, vorläufige Tageswerte ändern sich noch (Google Search Console Hilfe).Ebenfalls Quartalsvergleich, ergänzt um einzelne Kampagnenzeiträume.

Entscheidend ist, wie diese zweite Auswertung technisch entsteht. In der Fläche werden dafür oft mehrere Skripte eingebunden, die Besucherdaten an Dritte weitergeben — mit Folgen für die Ladezeit, für die Einwilligungspflicht und für den Umfang der Datenschutzerklärung. Es geht auch anders: Eine serverseitige, aggregierte Auswertung ohne personenbezogene Profile kommt ohne zusätzliche Skripte im Frontend aus. Sie zählt Seitenaufrufe, Herkunft und Abschlüsse, aber sie verfolgt keine einzelnen Personen über Websites hinweg. Was dabei zum Leistungsumfang gehört, ist in der Produktübersicht von XICflow beschrieben.

Weniger Skripte, klarere Zahlen

Eine aggregierte Auswertung ohne personenbezogene Profile hat drei praktische Vorteile: Die Seite bleibt schnell, weil kein zusätzlicher Code geladen wird, die Datenschutzerklärung bleibt kurz, und die Zahlen bleiben vollständig, weil sie nicht von der Zustimmung im Cookie-Banner abhängen. Für die Frage, welche Seite Anfragen erzeugt, reicht diese Betrachtungsebene vollkommen aus.

Für die Zuordnung hilft eine simple Regel: Suchdaten beantworten die Frage nach dem Warum vor dem Klick, die Website-Auswertung die Frage nach dem Warum danach. Wer beides quartalsweise nebeneinanderlegt, erkennt Brüche schnell — etwa eine Seite mit steigenden Klicks, aber gleichbleibend wenigen Anfragen. Dann liegt die Ursache nicht in der Suche, sondern in der Seite selbst: unklarer Einstieg, fehlende Bedingungen, umständliches Formular. Welche Seiten diese Aufgaben übernehmen sollten, ist im Beitrag zur Seitenstruktur einer Unternehmenswebsite beschrieben.

Was aus den Zahlen nicht herauszulesen ist

Zur seriösen Auswertung gehört, die Grenzen der Daten zu kennen. Der Leistungsbericht ist eine Statistik, kein Protokoll. Er bildet ab, was gemessen werden konnte, und lässt bewusst Lücken, wo die Auswertung sonst auf einzelne Personen zurückführen würde. Wer diese Grenzen kennt, spart sich Fehlschlüsse.

  • Keine Personen. Der Bericht zeigt aggregierte Suchanfragen, keine Nutzerprofile. Wer angerufen hat und warum, steht nicht darin.
  • Kein vollständiges Bild. Sehr seltene Suchanfragen erscheinen aus Datenschutzgründen nicht in der Liste. Gerade bei kleinen Betrieben summieren sich diese Einzelfälle.
  • Keine Ursache. Eine gestiegene Position sagt nicht, warum sie gestiegen ist. Sie kann auf eigene Arbeit zurückgehen, auf einen Wettbewerber, der eine Seite abgeschaltet hat, oder auf eine veränderte Ergebnisdarstellung.
  • Keine Zusicherung. Aus einer Verbesserung im letzten Quartal folgt keine Fortsetzung im nächsten. Auch eine erneute Indexierung lässt sich anfordern, aber nicht erzwingen (Google Search Console Hilfe).
  • Kein Ersatz für Gespräche. Die Frage, warum ein Angebot nicht angenommen wurde, beantwortet kein Bericht. Drei Telefonate mit Kundschaft liefern dazu mehr als drei Stunden Tabellenarbeit.

Aus diesen Grenzen folgt kein Grund, auf die Auswertung zu verzichten — wohl aber, sie nüchtern einzuordnen. Sie ist ein Kompass, keine Landkarte. Sie zeigt die Richtung, in der Arbeit lohnt, und sie widerlegt Annahmen, die sich im Betrieb festgesetzt haben. Welche Anforderungen eine Website erfüllen sollte, damit solche Änderungen überhaupt zügig umsetzbar sind, ist in der Einordnung der Bauweisen gegenübergestellt.

Vom Befund zur Änderung in Minuten

Der häufigste Grund, warum Auswertungen folgenlos bleiben, ist nicht fehlende Einsicht, sondern fehlender Zugriff. Der Befund steht in der Tabelle, die Änderung braucht aber einen Termin bei einer Agentur, ein Ticket, eine Freigabe und einen Veröffentlichungstermin. Bis der neue Titel online ist, ist das Quartal vorbei. Genau an dieser Stelle setzt XICflow an: Auswertung und Bearbeitung liegen im selben Werkzeug.

Auswertung ist eingebaut

Jede mit XICflow erstellte Website bringt eine aggregierte Auswertung mit — ohne personenbezogene Profile und ohne zusätzliche Skripte im Frontend. Seitenaufrufe, Herkunft und abgeschickte Formulare stehen im selben Zugang wie die Seiten selbst.

Titel und Text je Seite

Titel und Beschreibung sind eigene Felder je Seite und je Sprachfassung, mit Längenanzeige vor der Veröffentlichung. Der Befund aus dem Quartalsvergleich lässt sich damit direkt in eine Änderung übersetzen, ohne Umweg über den Quelltext.

Veröffentlichen in Minuten

Nach der Freigabe wird die Seite statisch neu ausgeliefert. Aus einer Notiz im Quartalsbericht wird so am selben Vormittag eine geänderte Seite — statt eines Tickets, das auf den nächsten Entwicklungszyklus wartet.

In der Praxis verkürzt das die Schleife von Wochen auf Minuten und verändert damit, wie ernst eine Auswertung genommen wird. Wer sieht, dass eine Beobachtung noch am selben Tag zu einer sichtbaren Änderung führt, schaut beim nächsten Quartal wieder hinein. Wie die fertigen Ergebnisse aussehen, zeigen die Beispielseiten aus verschiedenen Branchen; was das kostet, steht in der Übersicht der Tarife. Und wer zuerst den Ablauf verstehen möchte, findet ihn Schritt für Schritt unter So funktioniert die Erstellung.

Quellen und Studien

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: der Google Search Console Hilfe zum Leistungsbericht (Dimensionen des Berichts sowie die Definitionen von Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittlicher Position, Zählweise mehrerer Ergebnisse derselben Website, Hinweise zu vorläufigen Daten und zur erneuten Indexierung), der Dokumentation von Google Search Central zur Google Suche (Leitfaden zu den SEO-Grundlagen mit den Hinweisen zu beschreibenden Titeln, Snippets und zur Erstellung von Inhalten für Menschen), den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen und in privaten Haushalten sowie zur Unternehmensstruktur in Deutschland und Erhebungen von Statista zur Smartphone-Nutzung in Deutschland. Alle Beispielwerte im Text und in der Grafik sind als solche gekennzeichnet und stammen aus der Projekterfahrung.